Ökumenischer Suppentag 2004

Ökumenischer Suppentag 2004

Sonntag, 7. März

Das von den Menzinger Schwestern sehr gut präsentierte Projekt zur Verwirklichung einer Vorschule für 75 Kinder in Lesotho hat in Fislisbach ein starkes Echo gefunden. Die beiden Gottesdienste vom Samstag und Sonntag verzeichneten eine grosse Teilnahme. Zum Suppenessen strömten ganze Scharen ins Kirchgemeindehaus bis der grosse Saal voll war (rund 200 Anwesende) und einige der Esser unverrichteter Dinge abziehen mussten. Diese Anteilnahme beeindruckt. Es war viel Mitgefühl dabei und das Bestreben, sehr armen Menschen möglichst direkt zu helfen.
Das folgende finanzielle Ergebnis zeigt, dass die eingegangenen Spenden generös waren und rund 10% der Baukosten decken dürften.


 
Finanzielles Ergebnis in Zahlen:

 

Einnahmen aus Suppe, Wein, Kuchen- und Kaffeeverkauf Fr. 3658.30
Einnahmen aus Kirchenopfer, Samstag und Sonntag, weiteren Barspenden an uns und direkt an die Schwestern sowie unser Bankkonto Fr. 7651.70
Total Fr. 11310.00

 
Das exzellente Ergebnis wurde noch verbessert, weil die Lieferanten für den eigentlichen Suppentag im Kirchgemeindehaus auf die Rechnungstellung verzichteten.
Es sind dies:
Chäshütte, Rene Schär (Wein, Mineralwasser, Diverses)
Alterszentrum Fislisbach, Rolf Bircher (Mehlsuppe)
Dorly Haslimeier und Yvonne Koch (Bauernbrot)
Erich Neeser, Gartenbau (Blumenschmuck für Tischdekoration)
Allen diesen Sponsoren ein herzliches Vergelts-Gott.
 
Vergessen dürfen wir auch nicht die freiwilligen Helfer(innen) und die Mitglieder von Vereinen, die zu verschiedenen Zeiten und in wechselnder Anzahl im Einsatz standen, darunter Gruppen der Frauen- und Müttergemeinschaft, des Kirchenchors (Auftakt), des Männervereins, der Senioren, die erfahrene Equipe der Reformierten für Küchenbetrieb und Suppenlogistik und die Kuchenbäckerinnen.
Insgesamt gehörten etwa 40 freiwillige Helfer zum Aufgebot. Ihnen allen gebührt unsere Anerkennung und unser Dank. Der Suppentag wurde in Gemeinschaft durchgeführt mit dem Ziel, Entwicklungshilfe zu leisten. Es war ein oekumenisches Vorhaben, weil reformierte und katholische Christen mitwirkten. Als Experten walteten die Menzinger Schwestern, die weltweit Erfahrung haben, wo und wie der finanzielle Einsatz am meisten Früchte trägt. Wir freuen uns, dass der Erlös des Suppentages ein Beitrag zur Entwicklung und Erziehung von Kindern in Lesotho sein wird. Möge dem Vorhaben Erfolg beschieden sein!

Alexander Clausen

 

Projekt Lesotho
Beitrag an den Bau der Vorschule “Lerato” in Mohale’s Hoek

Die schwarzen Menzinger Schwestern wollen in Mohale’s Hoek eine Vorschule für 75 Kinder bauen. Es handelt sich um ein einfaches Gebäude mit drei Schulzimmern. Diese Vorschule soll den Kindern aus den umliegenden Dörfern von Mohale’s Hoek die Möglichkeit zur Einschulung geben. Ohne Vorschule kommen die Kinder in der ersten Primarklasse nicht mit. Viele Kinder haben ein Elternteil oder beide Eltern durch Aids verloren. So erfahren sie daheim keine Förderung. Die Kinder werden den ganzen Tag in der Vorschule verbringen und hier das Mittagessen einnehmen.
 

Kindergarten im Bau Der neue Kindergarten in Holy Cross im Bau
April 2002

Lesotho gehört mit seinen 30'355 km2 und den 2,16 Millionen Einwohnern zu den ärmsten Ländern der Welt. Es ist ein karges, gebirgiges Hochland, das ganz von der Republik Südafrika umgeben ist. 90% der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten. Das Land ist in zehn Regionen aufgeteilt. Zu den ärmsten Regionen zählt Mohale’s Hoek im Südwesten des Landes mit der gleichnamigen Kleinstadt. Hier besteht eine Primarschule, die von etwa 1000 Kindern besucht wird. Es besteht keine allgemeine Schulpflicht. Etwa 30% der Kinder gehen nicht zur Schule. Klassen mit 60 Kindern sind die Regel.

Die Menzinger Schwestern haben 1908 die erste Niederlassung in Lesotho gegründet. Damit ihr Wirken den Erfordernissen des Landes besser angepasst werden konnte, bildeten sie 1959 eine eigene Provinz. Diese zählt heute 63 Schwestern: 59 Basotho, drei schwarze Südafrikanerinnen und eine Europäerin. Sie führen neun Stationen in Lesotho und drei in der Republik Südafrika. Seit Beginn arbeiten die Schwestern in Schulen und in der Krankenpflege. In neuerer Zeit machen sie auch bei der Aidsaufklärung, in der Gesundheitserziehung und in der Pastoralarbeit mit.

Baukosten: Fr. 95'000.—
Kosten für die Einrichtung hat das Kindermissionswerk, Aachen, übernommen.

Menzingen, 1. Dezember 2003
Missionsprokura Menzingen