Bericht der Kirchenpflege (November 2006 - Oktober 2007)

Bericht der Kirchenpflege (November 2006 - Oktober 2007)

Das Jahr der Veränderungen, des Um- und Aufbruchs
 
Sehr geehrte Mitglieder unserer Kirchgemeinde
 
Die Kirchenpflege hat eines der arbeitsintensivsten und anspruchvollsten Jahre hinter sich. Dieses war vor allem geprägt durch personelle Veränderungen, einer Neuorganisation im administrativen Bereich, sowie der Seelsorge. Grössere Projekte/Aufgaben und Reparaturen beschäftigten uns das ganze Jahr im Ressort Liegenschaften. An über zwei Dutzend ordentlichen und ausserordentlichen Sitzungen wurden die anstehenden Aufgaben erledigt. Wir dürfen mit den, unter erschwerten Bedingungen, erreichten Resultaten zufrieden sein.
 
Personelles
Am 29. November 2006 verstarb, nach langer heimtückischer Krankheit, unser Jugendseelsorger, Theo Weibel und Ende 2006 gingen Pfarrer Norbert Lang und Frau Frieda Petrig in Pension und zogen nach Kreuzlingen. Am 1. Januar 2007 begann die neue Amtsperiode 2007-2010 mit vielen neuen Gesichtern in den einzelnen Gremien.
Dank guter Zusammenarbeit mit dem Personalamt des Bistums stellte sich ab 1. Januar 2007 Pfarrer Kasimir Walkowiak unserer Pfarrei als Pfarradministrator mit einem Pensum von 50% zur Verfügung, so dass damit die seelsorgerische Führung und Betreuung unserer Pfarrei gewährleistet ist. Im Sommer 2007 konnten wir aufs neue Schuljahr 2007/2008 in der Person von Franz-Josef Glanzmann einen neuen Jugendarbeiter/Katecheten einstellen. Das Bistums-Projekt PEP (Pastoraler Entwicklungsplan) wird in den kommenden Jahren in unserer Region einige Veränderungen bringen. PEP hat zum Ziel grössere regionale Pastoralräume zu schaffen. PEP ist eine grosse Herausforderung für unsere Pfarreien und führt automatisch zu einer vermehrten und engeren Zusammenarbeit mit unseren Nachbarpfarreien.
Die personellen Vakanzen und das verwaiste Pfarrhaus verlangten nach neuen, kreativen Ideen. Wir wurden uns, nach über einem Dutzend Gesprächen mit dem Personalamt und möglichen Pfarrkandidaten, bewusst, dass wir mit einer längeren Pfarrvakanz rechnen müssen. Wir setzten uns zum Ziel, das Pfarrhaus möglichst rasch wieder zu beleben. Deshalb klopften wir bei den Menzinger-Schwestern an. Nach verschiedenen Gesprächen fanden wir eine gemeinsame Lösung und Menzingen erklärte sich bereit, drei Schwestern nach Fislisbach auszusenden. So sind wir heute in der glücklichen Lage ab November 2007 drei Menzinger-Schwestern bei uns zu haben, welche für Kost und Logis der Aushilfen besorgt sein werden und in der Pfarrei-Seelsorge, sowie im Pfarreisekretariat mithelfen werden. Wir freuen uns, dass damit unser Pfarrhaus das geistige Zentrum der Pfarrei bleibt, die Pfarrhaustür für alle Ratsuchenden offen steht. Folgende drei Menzinger-Schwestern werden ab anfangs November unser Pfarrhaus bewohnen: Sr. Maria Gonzaga Bürgler (Oberin und Hauswirtschaft), Sr. Eugenia Bucher (Mithilfe Seelsorge, spez. Altersseelsorge), Sr. Ingrid Hug (Mithilfe Pfarreisekretariat).
Zu Beginn des neuen Schuljahres wagte auch unser Kirchenchor einen Neuanfang mit dem jungen und motivierten Dirigenten, Samuel Hartmann. Einen Wechsel gab es auch im Ressort Liegenschaften. Unser langjähriger Mitarbeiter, Richard Keller, wurde in unserer Nachbarkirchgemeinde Rohrdorf zum Hauswart gewählt. Als Nachfolger fanden wir mit Monika und Beat Suter ein sehr kompetentes Ehepaar aus Niederrohrdorf.
 
Seelsorge
Zu Beginn des Jahres setzte ich mir zum Ziel an jedem Wochenende mindestens eine Eucharistiefeier in der Pfarrkirche und im Alterszentrum anbieten zu können. Neben Pfarrer Walkowiak gelang uns dies nur dank grosser Unterstützung von verschiedenen Aushilfen. Darauf dürfen wir stolz sein. Wir danken vor allem Pater Walter Oberholzer, Chorherr Otto Jossen, den Patres vom Missionshaus Bethlehem, Pater Sebastian Redl und Kaplan Rafal Lupa für ihre Bereitschaft zu uns nach Fislisbach zu kommen. Nicht vergessen will ich Pfarrer Willi Deck, welcher sich seit Januar 2007 in verdankenswerterweise nach seinen Möglichkeiten für die samstäglichen Eucharistiefeiern im Alterszentrum zur Verfügung stellt.
Ab dem neuen Schuljahr 2007/2008 können wir den Religionsunterricht wiederum auf allen Stufen durchführen. Lilli Burkart erteilt Unterricht von der 1.-4. Klasse, und Franz-Josef Glanzmann von der 5. Klasse bis 1. Oberstufe, sowie 2. Oberstufe (Projekt-Unterricht). Toni Schmid hat sich nochmals bereit erklärt das Firmprojekt 2008 durchzuführen, wobei er von Franz-Josef Glanzmann in den Teilbereichen "Glauben leben" und "Glauben feiern" unterstützt wird.
Dank einer guten Organisation unseres "Übergangs-Pfarreisekretariates" spürten unsere Pfarreimitglieder bis heute relativ wenig von der Pfarrvakanz. Ein herzliches Dankeschön an Roserita Holzer Dubler und Ursula Seeholzer, welche die Verantwortung als administrative Drehscheibe in unserer Pfarrei ausgezeichnet wahrnahmen.
Einige Zahlen für die Statistiker: Ab November 2006 bis Ende Oktober 2007 wurden in unserer Kirche 9 Kinder getauft, 33 Kinder erhielten die Erstkommunion und 33 wurden gefirmt. Es fanden 3 Hochzeiten statt und leider mussten wir auch von 16 Pfarreimitgliedern auf dem Friedhof Abschied nehmen. Leider traten auch 12 Personen aus der Kirche aus.
 
Liegenschaften
Der Gestaltungsplan "Buechhalde" ist im August 2007 in Rechtskraft erwachsen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt hat den Gestaltungsplan "Buechhalde" mit Vorprüfungsbericht Ende März 2007 genehmigt und für die öffentliche Auflage freigegeben.
Im Mitwirkungsverfahren sind keine Einsprachen eingegangen, so dass Ende Juni der Gemeinderat Fislisbach den Gestaltungsplan übereinstimmend mit den Auflagen beschlossen hat. Die anschliessende Referendumsfrist verstrich ungenutzt und so gelten die neuen Bestimmungen für die Ueberbaubarkeit der "Buechhalde".
Die Teilzonenplanänderung "Buechhalde" hat im gleichen Zeitraum die kantonale Vorprüfung, das öffentliche Mitwirkungsverfahren und die Zustimmung des Souveräns durchlaufen resp. erhalten. Nach der Genehmigung durch den Gemeinderat Fislisbach sind die Akten an den Regierungsrat zur Unterzeichnung und abschliessenden Genehmigung weitergeleitet worden. Wir hoffen, Ihnen an der Kirchgemeindeversammlung auch über die Rechtskraft der Teilzonenplanänderung "Buechhalde" berichten zu können.
Der Test einer neuen Lautsprecheranlage brachte leider nicht die erhoffte akkustische Verbesserung, so dass dieser Versuch abgebrochen wird. Wir werden nun, unter Einbezug der Denkmalpflege, nach einer anderen und besseren Lösung suchen.
Grössere Sorgen bereitet uns die Turmuhr. Zuerst musste die Steuerung und die Motoren ausgewechselt werden und anschliessend wurde noch festgestellt, dass die mechanischen Teile auf der Aussenseite der Kirchenturmuhr abgenützt sind und ausgewechselt werden müssen. Diese aufwendigen Arbeiten werden in den kommenden Wochen ausgeführt.
In den Monaten August und September wurde die Pfarrwohnung renoviert (siehe Budgetantrag im letzten Jahr) und für unsere Schwestern bereitgestellt.
 
Es ist mein 17. und letzter Jahresbericht als Präsident der Kirchenpflege. Ich möchte allen meinen Kollegen und Kolleginnen in den einzelnen Pfarrei-Gremien und kath. Vereinsvorständen für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren recht herzlich danken. Ein grosses Dankeschön auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pfarrei. Ich wünsche meinem Nachfolger, Silvère Dagelet, viel Freude und Ausdauer bei seiner neuen Aufgabe. Ich hoffe, dass Sie ihn auch unterstützen wie Sie mich unterstützt haben.

 Josef Seeholzer, Präsident Kirchenpflege