Bericht der Kirchenpflege (November 2004 - Oktober 2005)

Bericht der Kirchenpflege (November 2004 - Oktober 2005)

Ein sehr arbeitsintensives und anspruchsvolles Jahr geht bald zu Ende. An fast zwei Dutzend ordentlichen und einigen ausserordentlichen Sitzungen erledigten wir unsere Arbeiten und Aufgaben. Die Schwerpunkte lagen, wie auch in den vergangenen Jahren, im Liegenschaftenbereich (Küchen- und Beleuchtungserneuerung, Vorbereitung Kircheninnenreinigung 2006, Gestaltungsplan usw.) Im Frühjahr nahmen wir wiederum an der zweitätigen Kirchenpflegetagung in Wislikofen teil, an welcher vorallem das neue Handbuch für Kirchenpflegen vorgestellt wurde. Es soll den Kirchenpflegen als Arbeitsinstrument und Nachschlagwerk dienen.
Die beabsichtigte Umsetzung der neuen Feiertagsregelung durch den Regierungsrat des Kantons Aargau zwang uns zu einer Eingabe an das Departement des Innern. Die Harmonisierung / Anpassung der Feiertage an die Regelung in den Kantonen Zürich und Basel hätte nämlich zur Folge, dass besonders katholische Feiertage gestrichen würden. Insbesonders Fronleichnam und Allerheiligen sind kirchliche Feiertage mit langjähriger Tradition und Bedeutung. Auch die Annahme über die vollständige Aufhebung der Ladenschlussgesetze (Liberalisierung der Oeffnungszeiten) birgt die Gefahr in sich, dass in einigen Jahren der Sonntag zum Werktag werden könnte.
Auf die wichtigsten Ereignisse und Aktivitäten möchten wir nachstehend eingehen.
 
Personelles
Wir schätzten uns glücklich, als am 1. Januar 2005 ein neuer und personell verstärkter Pfarreirat seine Arbeit aufnehmen konnte. Wir sind überzeugt, dass dieses Gremium, unter der Leitung von Esther Schoch, die Seelsorge tatkräftig unterstützen wird. Den Beweis hat der Pfarreirat in diesem Jahr schon an den verschiedensten Anlässen erbracht. Auf Ende Schuljahr 2004/2005 erfolgte der Rücktritt von Claudia Stammbach aus dem Sunntigsfir-Team. Als Nachfolgerin in dieser Gruppe konnte Frau Monica Bonadei gewonnen werden. Das Team "Oekumenisches Fiire mit de Chline" konnte ab Sommer 2005 mit Frau Gabriela Hertig verstärkt werden. Auf Ende 2005, nach fast 25jähriger Tätigkeit, wird Frau Rosa Deflorin ihre Aufgaben als Raumpflegerin im Pfarrhaus aufgeben. Ihre Nachfolge wird Frau Lorena Frei antreten. Infolge Ortswechsel reichte Sylvia Sommer Läderach ihren Rücktritt aus der Synode ein. Wir danken allen austretenden Mitarbeitenden für ihr langjähriges Engagement in unserer Kirchgemeinde und wünschen allen neuen Mitarbeitenden Zufriedenheit bei ihren neuen Aufgaben.
 
Begegnungen / Anlässe
Dank der Mithilfe von vielen "Freiwilligen" konnten wir unsere kirchlichen Traditionen pflegen und das kulturelle Leben in unserem Dorf ein wenig mitgestalten. Am Palmsonntag erlebten wir einen sehr schönen und eindrücklichen Familiengottesdienst, wurden durch die Erstkommunikanten und weitere Kinder doch über 40 Palmbäume in die Kirche getragen. Ein Dank gebührt der Ortsbürgergemeinde, dem Männerverein, sowie Jungwacht und Blauring für die grosse Arbeit. Erstmals fand in der Osternacht ein Eiertütschen statt. Der diesjährige Erntedankgottesdienst mit dem Jodler Doppelquartett Bärgbrünneli aus Wolhusen wird allen noch lange in Erinnerung bleiben. Die Kollekte für die Unwettergeschädigten im Entlebuch ergab den respektablen Betrag von fast Fr. 3'000.00.
Der Höhepunkt in diesem Jahr war sicherlich das Fest 175 Jahr Kirchweihe St. Agatha. Das vielfältige Programm stiess auf grosses Interesse. Die Vereine scheuten keinen Aufwand um ihre Beizli’s möglichst originell zu dekorieren. Die von Paul Holenstein zusammengestellte Ausstellung über Kirche und Pfarrei war der Anziehungspunkt für die meisten Besucherinnen und Besucher. Musikalischer Auftakt bildete das Konzert für Orgel und Trompete vom 30. September, am 22. Oktober erlebten wir einen sehr gut besuchten und eindrücklichen Jugendgottesdienst und die Orchestermesse vom 23. Oktober war der eigentliche Höhepunkt der kirchlichen Anlässe. Diese Eucharistiefeier in der festlich geschmückten Pfarrkirche wird für viele unvergesslich bleiben. Es war ein rundum gelungenes Fest.
 
Liegenschaften
Während den Sommerferien wurde die Küche im Kirchgemeindehaus erneuert und den heutigen Ansprüchen angepasst. Bei der Planungsphase im Frühjahr wurden von den Benutzern neue Anregungen und Ideen betreffend Gestaltung und Verbesserung der Abläufe eingebracht. Nach eingehender Prüfung durch die Kirchenpflege stimmten wir einigen Anliegen zu, so z.B. leistungsfähigere Abwaschmaschine, Tellerwärmer usw. Dies hatte zur Folge, dass die budgetierten Kosten überschritten wurden, wobei anzumerken ist, dass der gesamte Betrag den Rückstellungen entnommen werden kann und die Jahresrechnung damit nicht belastet wird.
Zudem wurden in beiden Häusern die Beleuchtung in den Sälen und Sitzungszimmern ersetzt.
Wir dürfen feststellen, dass die Erneuerung der Küche, sowie die Verbesserung der Beleuchtung durchwegs gelungen ist und die Vermietbarkeit damit verbessert worden ist.
Bei der Ausarbeitung des vorgeschriebenen Gestaltungsplanes "Sondernutzungsplan obere Buchhalde" sind wir ein grosses Stück vorwärts gekommen. Folgende Arbeiten konnten in diesem Jahr durch das Ingenieurbüro Senn und das Architekturbüro Alsina abgeschlossen werden: Feldaufnahmen und Auswertungen (Höhenkurvenplan) über das gesamte Baugebiet, definierte Erschliessungsflächen, Entwickeln der möglichen Bauvolumina (Gebäudetypen), Aufarbeitung des Gestaltungsplanes gemäss Merkblatt des Baudepartementes. Die weiteren Schritte sind nun: Kontaktnahme und Bereinigung mit den kommunalen Behörden, Information/Orientierung der Anwohner, Bereinigung des Gestaltungsplanentwurfes und Eingabe zur kantonalen Vorprüfung. In den Gestaltungsplan wurde auch, nach Auflage des Gemeinderates und Absprache mit der Familie Stöckli, Grundstück Nr. 1269 miteinbezogen.
 
Neues Organisationsstatut der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau
Die Synode hat an ihrer Sitzung vom 2. Juni 2004 das revidierte Organisationsstatut beraten und beschlossen. Nachdem der Grosse Rat das Organisationsstatut am 16. August 2005 genehmigt hat, beschloss der Kirchenrat dieses auf den 1. Januar 2007 in Kraft zu setzen, wobei die Artikel welche die Wahlen betreffen schon vorzeitig auf den 1. September 2006 in Kraft treten werden. Artikel 3 betrifft das Stimm- und Wahlrecht. Dieses wurde wie folgt angepasst: Das Stimmrechtsalter wird von 18 Jahren auf 16 Jahren gesenkt und neu sind Ausländerinnen und Ausländer stimm- und wahlberechtigt, sofern sie die Niederlassungs- oder Jahresaufenthaltsbewilligung besitzen.

 Josef Seeholzer, Präsident Kirchenpflege