Bericht der Kirchenpflege (November 2003 - Oktober 2004)

Bericht der Kirchenpflege (November 2003 - Oktober 2004)

An über 20 ordentlichen und ausserordentlichen Sitzungen erledigten wir die anfallenden Arbeiten und Aufgaben. Unsere Schwerpunkte im Berichtsjahr waren, neben den Veranstaltungen rund um die Sonderausstellung Mutter Bernarda, im personellen Bereich und bei der Vorbereitung kommender Investitionen im Liegenschaftenbereich. Über den Liegenschaftenbereich wird an der Kirchgemeindeversammlung ausführlich informiert.
Auf die wichtigsten Aktivitäten und Ereignisse möchten wir nachstehend eingehen.
 
Personelles
Per Ende Schuljahr 2003/2004 verliess uns unsere Jugendseelsorgerin und Katechetin Sylvia Sommer Läderach. Nach über 10-jähriger Tätigkeit bei uns äusserte sie gegenüber der Kirchenpflege die Absicht, vermehrt in der Alters- und Krankenseelsorge ihren Arbeitsschwerpunkt zu setzen. Deshalb absolvierte sie im Jahre 2003 die Zusatzausbildung CPT (Clinical Pastoral Training). Die Suche nach einem/einer Nachfolgerin gestaltete sich äusserst schwierig, besteht doch ein Missverhältnis zwischen der grossen Nachfrage nach Katecheten / Jugendseelsorgern und dem Angebot. Die Kirchenpflege entschied sich für Theo Weibel. Er wurde auf den 1. August 2004 mit einem Pensum von zur Zeit 60 % angestellt. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Katechet und seiner Arbeit im Jugendbereich (Minis, JW/BR) scheint er für uns die richtige Person für die kreative Belebung der Jugendarbeit zu sein. Gleichzeitig wurde das Pensum unserer nebenamtlichen Katechetin, Lilli Burkart, von 24 % auf 50 % erhöht. Sie ist nun zuständig für den schulischen Religionsunterricht 1. - 3. Klasse sowie die oekumenische Zusammenarbeit bei Fiire mit Chline und KIDS-Tage.
Im Juli wurde der Kirchenpflege mitgeteilt, dass Alexander Clausen als Präsident des Pfarreirates per Ende Juni 2004 zurückgetreten ist und auch Elisabeth Rippstein per Ende Dezember 2004 aus dem Pfarreirat austreten wird. Wir bedauern den Entscheid dieser langjährigen Mitglieder ausserordentlich, ist doch gerade der Pfarreirat als unterstützendes Gremium der Seelsorge ein äusserst wichtiger Eckpfeiler in der Pfarrei. Alexander Clausen präsidierte den Pfarreirat seit 1996, d.h. über 8 Jahre. In dieser Zeit wurde der regelmässige, oekumenische Informationsaustausch mit der reformierten Teilgemeinde Fislisbach eingeführt. Dabei ging es vor allem um die Koordination der oekumenischen Veranstaltungen. Das sehr arbeitsintensive Projekt "Oekumenische Konsultation" zog sich über einige Jahre hin. Das Abschlussdokument wurde im September 2001 in Bern vorgelegt. Die Kirchenpflege dankt den beiden langjährigen Mitgliedern des Pfarreirates für ihre grosse Freiwilligenarbeit in unserer Pfarrei. Nach diesen Rücktritten ist es die dringende Aufgabe aller, geeignete Mitglieder für den Pfarreirat zu finden, welche gewillt sind in unserer Pfarrei mitzuarbeiten. Es müssen neue Lösungen gefunden und klare Strukturen (definierte Aufgaben und Kompetenzen) geschaffen werden.
Per Ende September 2004 kündigte Monika Kloter als Blumenschmückerin unserer Pfarrkirche. Frau Kloter übernahm diese nicht immer leichte Aufgabe am 1. April 2001. Wir danken Frau Kloter für ihre grosse Arbeit und die Zeit, die sie für das Schmücken unserer Pfarrkirche aufgewendet hat. Als Nachfolgerin konnte Esther Gojo gewonnen werden. Wir danken Frau Gojo für ihre Zusage und wünschen ihr viel Freude beim Schmücken.
 
Seelsorge
Der Start ins neue Schuljahr verlief reibungslos. Der schulische Religionsunterricht wird in 18 Klassen geführt und von total 192 Schülerinnen und Schülern besucht. Bei regelmässigen Familiengottesdiensten werden die Schülerinnen und Schüler miteinbezogen. Es ist immer eine Herausforderung für unsere Seelsorger, die Schüler dazu zu motivieren. Dank sehr guter Koordination und Zusammenarbeit zwischen der Seelsorge, der Sunntigsfiir und vielen weiteren Beteiligten gelang dies mit dem diesjährigen Erntedankfest ausgezeichnet. Die Jugendlichen waren sehr motiviert und der Gottesdienst wurde für alle zu einem grossen Erlebnis.
Die Ministrantenschar ist in den letzten Jahren stetig von 40 auf 25 Minis zusammengeschrumpft. In diesem Jahr konnten nur 4 neue Minis aufgenommen werden. Theo Weibel versucht mit vielfältigen Aktivitäten, das Ministrantenamt wieder attraktiver zu machen. Dabei ist er aber auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Vielleicht gelingt es ihm auch, einige zurückgetretene Minis wieder zum Ministrieren zu bewegen.
Bei der oekumenischen Zusammenarbeit lag der Schwerpunkt vor allem im Jugendbereich (Fiire mit Chline, KIDS-Tage, Jugendparty, gemeinsame Informationsanlässe Mutter Bernarda, usw.). Herr Pfarrer N. Lang wird Sie an der Kirchgemeindeversammlung über Zahlen aus dem Pfarreibuch informieren.
Der Pfarreirat kam im 1. Halbjahr 2004 zu 3 Sitzungen zusammen, bei denen er sich vor allem mit folgenden Themen befasste: Organisation von Anlässen wie oekum. Suppentag, Pfarreiausflug nach Mariastein, usw. sowie dem IST-Zustand des Pfarreirates (Zuständigkeiten, Notwendigkeit).
 
Internet
Unsere Pfarreihomepage ist nicht mehr wegzudenken und entspricht einem offensichtlichen Bedürfnis. Die Internetadresse www.kathpfarreifislisbach.ch ist weitherum bekannt. Unsere Homepage wurde in den ersten 9 Monaten über 20'000 Mal angeklickt und gegen 250'000 Seiten angeschaut. Beliebt waren vor allem folgende Seiten: Mutter Bernarda Jahr, Musik in der Kirche, Oekumene und die Belegungspläne Vereins- und Kirchgemeindehaus. Die Beliebtheit einer Homepage steigt und fällt mit der Aktualisierung. Unsere Seiten sind, dank unserem Webmaster Jörg Engel, immer topaktuell. Herzlichen Dank.
 
Liegenschaften / Archiv
Die Erstellung eines Gestaltungsplans für die obere Buchhalde verzögert sich, da die kantonalen Randbedingungen noch nicht genau bekannt sind.
An der letzten Kirchgemeindeversammlung vom 21. November 2003 stellte Sepp Wettstein unter dem Traktandum "Verschiedenes" folgenden Antrag: "Die Kirchenpjlege wird beaauftragt, die archivwürdigen Unterlagen durch einen Fachmann zu prüfen und Offerten für die Sanierung des Kirchenarchivs einzuholen".
Im Frühjahr wurde ein Projektteam mit Paul Holenstein und dem Präsidenten der Kirchenpflege gebildet. Dieses führte verschiedene Gespräche und Besichtigungen mit ausgewiesenen Fachleuten wie der Firma Docu-Team, Baden-Dättwil sowie dem Aarg. Staatsarchiv. Aufgrund dieser Beratungen und den daraus gezogenen Erkenntnissen wurde ein Vorgehensplan erstellt. Zuerst mussten die alten, defekten Kirchenfenster aus dem Kirchenarchiv entfernt / entsorgt werden. Im April 2004 wurde ein Teil der Kirchenfenster an Interessierte verschenkt (nach Absprache mit der Denkmalpflege) und die restlichen Glasfenster und das Blei wurden bei der Firma Glasart Kälin in Einsiedeln entsorgt. Die Einwohnergemeinde stellte uns freundlicherweise den Camion (inkl. Chauffeur und Lehrling) zur Verfügung. Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde. Von der Firma Docu-Team erhielten wir eine Offerte für die Erschliessung, Bewirtschaftung und Auswertung unseres Archivs. Die Offerte konnte, verständlicherweise, weder bauliche Massnahmen noch Restaurierungskosten von erhaltenswerten Dokumenten beinhalten und auch keine Kosten für die regelmässige Aktualisierung des Kirchgemeindearchivs. Daher beschlossen wir, die Aufarbeitung unseres Archivs teilweise selbst an die Hand zu nehmen. Paul Holenstein wurde mit diesem Projekt betraut. Er kann, nach Notwendigkeit, Fachleute und weitere Helfer beiziehen. Das Docu-Team mit Herr Dr. Tobias Wildi sowie Herr Giger vom Aarg. Staatsarchiv haben sich bereit erklärt, uns zu beraten. Das benötigte Material (Archivordner, Verzeichnisse, etc.) können wir über das Docu-Team beziehen. Die vollständige Erschliessung des Kirchgemeindearchivs dauert etwa 2 - 3 Jahre. Für das Jahr 2005 rechnen wir mit Projektkosten von CHF 10'000.-- für Beratung, Materialkosten und Entschädigungen.

 Josef Seeholzer, Präsident Kirchenpflege